Parlamentarisches Patenschaftsprogramm, 1. Bericht Patenkind- Ankunft in den USA

Sehr geehrter Herr Otten,

viele Grüße aus den USA! Ich hoffe, es geht Ihnen gut.

Am Donnerstag, den 15.08. bin ich nach einer 24-stündigen Reise müde, aber sehr glücklich bei meiner Gastfamilie in Delaware, Ohio angekommen.

Das darauffolgende Wochenende haben wir ganz entspannt alle zusammen verbracht, damit ich mich schonmal ein wenig eingewöhnen konnte, bevor am Montag die Schule anfing.

In der Hayes High School habe ich mich vom ersten Moment an wohl gefühlt. Die Lehrer und Mitschüler sind sehr nett und interessiert an der deutschen Kultur und integrieren und binden mich in alles mit ein. Mein Tag beginnt sehr früh (die Schule startet um 7:25, der Bus kommt um 6:50) mit einer Stunde AP (advanced placement) US Government and Politics. Danach habe ich eine Stunde US History Honors. Für die dritte „period“ habe ich das Fach American Literature gewählt. Direkt im Anschluss geht es weiter mit Medical Biology. Danach haben wir „House period“. An meiner Schule gibt es ein „Häuser“-System, das dem von J.K. Rowlings Harry Potter ähnelt. Es soll einem helfen, Freunde in anderen Jahrgangsstufen kennenzulernen. Am Ende des Schuljahres gibt es ein Turnier zwischen den einzelnen Häusern (insgesamt gibt es acht) in allen möglichen Disziplinen, u.a. Basketball und Videospiele. Nach der „House period“ habe ich eine halbe Stunde „lunch“ in der Cafeteria meiner Schule. Der Nachmittagsunterricht beginnt mit einer Stunde AP Psychology, im Anschluss daran habe ich das Fach Human Anatomy and Physiology und in meiner letzen „period“ habe ich Pre-Calculus Honors, also Mathematik. Die Schule ist sehr groß und insgesamt besuchen 2000 Schüler die Schule.

Meine Gastfamilie und ich haben uns auf Anhieb sehr gut verstanden und ich habe mich von Beginn an wie ein Familienmitglied gefühlt. Allmählich hat sich schon eine Routine entwickelt. Eine unserer liebsten Aktivitäten zu viert ist das gemeinsame Kochen und Backen. Zur Familie gehören auch zwei Katzen.

Ich habe bereits in dieser einen Woche schon so viele tolle Erfahrungen sammeln dürfen und freue mich auf die nächsten Monate. An dieser Stelle möchte ich mich nochmal ganz herzlich bei Ihnen für diese große Chance, die Sie mir ermöglicht haben, bedanken.

Anbei Fotos von unserem Haus und einer der zwei Katzen, ihr Name ist Calysta.

Ich würde mich freuen, bald von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Patenkind aus den USA

Parlamentarisches Patenschaftsprogramm und 2. Bericht von Patenkind/Erlebnisse in den USA

Sehr geehrter Herr Otten,

ich hoffe, es geht Ihnen gut.

Nun sind es mittlerweile schon 5 Wochen, die ich hier in den USA bin und ich genieße jede Sekunde. Ich bin sehr dankbar für die Erfahrungen, die ich bisher schon machen durfte.

Ich habe bereits ein Football Spiel besucht, habe mein Kleid für Homecoming, den Schulball, zusammen mit meinen Freundinnen gekauft, habe das deutsche Viertel in Columbus, der Hauptstadt Ohios besichtigt und sogar eine bayrische Breze spendiert bekommen, war auf dem Volksfest,…

Die Schule macht sehr viel Spaß ist allerdings auch sehr anstrengend. Meine Gastfamilie und ich verstehen uns blendend und ich bin sehr glücklich hier.

Mittlerweile weiß ich auch schon, dass ich vom 8. bis zum 13. Dezember in Washington D.C. sein werde.

Einen guten Start in die neue Woche und viele Grüße aus den USA.
Ihr Patenkind aus den USA

P.S.: Anbei ein paar Impressionen meines ersten Monats.

Nachricht von meinem Patenkind aus den USA
Parlamentarisches Patenschaftsprogramm

Sehr geehrter Herr Otten,

Nachträglich Happy Halloween! Ich hoffe, es geht Ihnen gut. Ich kann kaum glauben, dass schon November ist. Ich genieße jede einzelne Sekunde und bin so dankbar, hier sein zu dürfen.

Im Oktober war einiges los. Delaware, die Stadt in der ich für 10 Monate leben darf, ist die Geburtsstadt des 19. Präsidenten der Vereinigten Staaten: Rutherford B. Hayes (nachdem auch meine High School benannt ist). Am 4. Oktober, Rutherfords 197. Geburtstag, gab es deshalb eine „unveiling ceremony“ in der Innenstadt, denn zu seinem 197. Geburtstag kam Rutherford B Hayes „nach Hause“. Monatelang wurde an seiner Statue, die jetzt „downtown“ steht, gearbeitet, und diese Statue wurde am 4. Oktober offiziell aufgestellt.

Am 18. Oktober endete das erste „quarter“ des Schuljahres. Unglaublich, ein Viertel ist schon vorbei! Die Schule ist tatsächlich gar nicht so einfach, wie viele in Deutschland behaupten, was vielleicht auch daran liegen könnte, dass ich sehr schwere „classes“ gewählt habe. Deshalb bin ich besonders stolz, dass sich all meine harte Arbeit gelohnt hat und ich am Ende des ersten Quarters nur As in allen Fächern hatte.

Wir haben im vergangenen Monat verschiedene Pumpkin Patches besucht. Ich muss zugeben, dass der Herbst hier viel schöner und bunter ist als in Deutschland mit all den Kürbissen und Blättern.

Am 31. Oktober war dann schließlich Halloween, ich habe den Abend mit meiner besten Freundin verbracht, wir haben Süßigkeiten an die Kinder verteilt und heiße Schokolade getrunken.

Ich hoffe, Ihr Halloween war nicht allzu stressig und Sie hatten einen schönen Abend.

Ich bin so glücklich hier und möchte mich an dieser Stelle nochmal ganz herzlich bei Ihnen für diese unglaubliche Chance bedanken.

Einen guten Start in die neue Woche und viele Grüße aus Ohio!

Ihr Patenkind aus den USA

Erklärung: https://www.bundestag.de/europa_internationales/ppp/basisinfo_schueler-458840

Wer kann sich grundsätzlich bewerben?

Bewerben können sich Schülerinnen und Schüler, die ihren ersten Wohnsitz und Lebensmittelpunkt in der Bundesrepublik Deutschland haben. Wer nicht die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, muss mit der deutschen Sprache, Geschichte und Kultur ausreichend vertraut sein, um die Aufgabe einer Junior-Botschafterin oder eines Juniorbotschafters für Deutschland übernehmen zu können.  Die Schüler müssen zum Zeitpunkt der Ausreise (Stichtag: 31. Juli) mindestens 15 und dürfen höchstens 17 Jahre alt sein; weitere Hinweise: Informationen zur Altersgrenze). Zu diesem Zeitpunkt darf die Schulausbildung noch nicht mit dem Abitur abgeschlossen sein. Bewerben können sich Schüler von Gymnasien oder Real- und Sekundarschulen. Über den richtigen Zeitpunkt für ein Austauschjahr und die Möglichkeiten der Anerkennung des Auslandschuljahres in Deutschland empfiehlt sich ein rechtzeitiges Gespräch mit der Schulleitung. Die Anerkennung von Auslandsschuljahren ist in den Bundesländern unterschiedlich geregelt. Eine Übersicht der Regelungen (und weitere Informationen) gibt der Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustauschorganisationen (AJA).